Freizügigkeitseinrichtung

Beratung, Lösungen & Vergleich

Sie planen einen Wechsel Ihrer Arbeitsstelle, scheiden vorzeitig (vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters) aus dem Berufsleben aus oder gehen in Babypause? Sofern Sie die letzten Jahre Geld in die Pensionskasse (Säule 2) eingezahlt haben, müssen Sie dieses Kapital nun auf eine Freizügigkeitseinrichtung transferieren. Lernen Sie die verschiedenen Möglichkeiten (Freizügigkeitskonto, Freizügigkeitsdepot, Freizügigkeitspolice mit Risikoschutz) kennen. Unsere Experten beraten Sie gerne persönlich.

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Freizügigkeitseinrichtung: Brauche ich sowas?

Säule 2 (BVG) Guthaben ist für gewöhnlich bis zum Renteneintritt “gesperrt”. Wer also arbeitslos wird oder ganz bewusst (für eine Zeit) auf eine Berufsausübung verzichtet (z. B. bei Weltreise, Auslandsaufenthalt), muss sein bisher eingezahltes Pensionskassenkapital "parken". Hier kommen Freizügigkeitslösungen wie das Freizügigkeitskonto oder Freizügigkeitsdepot ins Spiel. 

Mögliche Szenarien:

  • (vorübergehende) Arbeitslosigkeit
  • Babypause
  • Sabbatical
  • zukünftiger Verdienst unter BVG-Eintrittsschwelle
  • (Teil)bezug von PK-Guthaben nach Scheidung

Freizügigkeitskonto und Steuern

Das in einer Freizügigkeitseinrichtung verwaltete Kapital ist von der Vermögensteuer befreit. Auch die Zinserträge müssen nicht versteuert werden. Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt erneut eine berufliche Tätigkeit bei einem neuen Arbeitgeber ausüben, wird das Freizügigkeitskonto / Freizügigkeitddepot aufgelöst und das Geld in die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers transferiert.

Freizügigkeitskonto

Das Freizügigkeitskonto ist der Klassiker und die ideale Lösung, wenn Sie Ihr Pensionskassenkapital kurzfristig parken möchten. Für eine lange Anlagestrategie sind die Zinssätze der Bankinstitute derzeit zu niedrig. Setzen Sie hier eher auf ein Freizügigkeitdepot. 

Freizügigkeitsdepot

Das Freizügigkeitsdepot ist das Mittel der Wahl, wenn sich BVG-Guthaben langfristig vermehren soll. Das Kapital wird dabei in Wertschriften investiert. Meist kommen dabei keine Einzelwerte, sondern Vorsorgefonds mit niedrigerem Verlustrisiko zum Einsatz.

Vorsorgepolice

Die dritte Möglichkeit ist, mit dem BVG-Guthaben eine Versicherungspolice zur Absicherung im Todes- oder Invaliditätsfall abzuschliessen. Hier wird allerdings eine Versicherungsprämie fällig. Vergleichen Sie in jedem Fall die Angebote.

Freizügigkeitsguthaben splitten? Möglich!

Sie haben das Recht, Ihr Pensionskassenguthaben nach Austritt aus der PK auf zwei verschiedene Freizügigkeitseinrichtungen zu transferieren. Damit ist ein Splitting des Guthaben in verschiedene Vorsorgelösungen möglich. Allerdings ist es nicht erlaubt, zwei Konten / Depots bei der gleichen Freizügigkeitsstiftung zu unterhalten. 

Freizügigkeitskonto oder -depot eröffnen: so geht’s

Um die Eröffnung eines Depots oder Kontos müssen Sie sich in der Regel selbst bemühen. Tun Sie dies nach Ausscheiden aus dem Job nicht, wird Ihr BVG-Guthaben / Altersguthaben automatisch bei der nationalen Vorsorgeeinrichtung «Stiftung Auffangeinrichtung» geparkt - solange bis Sie eine Entscheidung bezüglich des Guthabens treffen oder einen neuen Job annehmen.

Die Lösungen im Vergleich

Lassen Sie sich zeitnah und vor allem unabhängig beraten. Unsere Experten finden gemeinsam mit Ihnen die Freizügigkeitsleistung, die zu Ihren privaten Plänen passt - mit minimalem Risiko bei höchstmöglicher Rendite. Gerne unterstützen wir Sie auch bei der freien Altersvorsorge in den Säulen 3a und 3b.

  • persönlicher Ansprechpartner 
  • verschiedene Lösungen und Einrichtungen
  • unterschiedliche Banken / Versicherungen
  • unabhängige Beratung
  • Zinsvergleich Freizügigkeitskonto 
  • Freizügigkeitsdepot Vergleich
  • Vergleich der Gebühren
  • Kapitalbezugssteuer Berechnung
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Wann kann man sich die Pensionskasse auszahlen lassen?

In der Regel beträgt das Mindestalter für eine Frühpensionierung 58 Jahre. Sofern das Kapital auf einer Freizügigkeitseinrichtung liegt, ist eine Auszahlung frühestens fünf Jahre vor Eintritt in das ordentliche AHV Rentenalter möglich.

Wie gestaltet sich die Altersvorsorge für Selbstständige in der Schweiz?

Für selbstständige Schweizerinnen und Schweizer ist lediglich die erste Säule obligatorisch. In der 3. Säule können Selbstständige frei für ihr Alter vorsorgen. Wichtig: Gemäss Sozialversicherungsanstalt (SVA) gilt nur als “selbstständig”, wer als Einzelunternehmer, Kollektiv- oder Kommanditgesellschafter unmittelbar mit seinen Kunden abrechnet. Tipp: 20 Prozent des Erwerbseinkommens können Sie als Selbstständige*r in Säule 3a einzahlen und von Ihrem zu versteuernden Einkommen abziehen. Der maximal abzugsfähige Betrag liegt bei 34'416 Franken im Jahr.

Welche Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge gibt es?

In Säule 3b sind den Möglichkeiten keinerlei Grenzen gesetzt. Sorgen Sie beispielsweise mit Aktien- oder Immobilienfonds, Wohneigentum oder anderen Investitionen für das Alter vor. In Säule 3a stehen ihnen gebundene Vorsorgeprodukte (Vorsorgevereinbarung und Vorsorgeversicherung) zur Verfügung.

Habe ich ein Anrecht auf die Pensionskasse, wenn ich auswandere?

Ziehen Sie in ein Land ausserhalb der Europäischen Union, können Sie das Kapital aus der Pensionskasse vollumfänglich beziehen. Innerhalb der EU ist der Bezug auf den überobligatorischen Teil beschränkt.

Was bedeutet “überobligatorische Vorsorge”?

Die überobligatorische Vorsorge in Säule 2 geht über die Mindestleistungen hinaus und ist von Pensionskasse zu Pensionskasse verschiedenen. Häufig erfolgt die überobligatorische Vorsorge durch höhere Beiträge für das Alterskapital oder die Invalidenrente.

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