Private Altersvorsorge? Lohnt sich!

Schweizerinnen und Schweizer mit AHV-pflichtigen Einkommen sind obligatorisch in der Alters- und Hinterlassenenversicherung versichert. Für Angestellte ist auch die berufliche Vorsorge in einer Pensionskasse obligatorisch. Selbstständige können sich freiwillig in der 2. Säule versichern. Doch egal ob angestellt oder selbstständigerwerbend: Staatliche und berufliche Vorsorge reichen in den seltensten Fällen aus, um den persönlichen Kapitalbedarf im Alter zu decken. 

Altersvorsorge: Auf drei Säulen sollst Du stehen

Während die ersten beiden Säulen eine Art Basisabsicherung bieten, festigt die dritte Säule das Konstrukt Altersvorsorge. Einzahlungen in Säule 3 sind freiwillig, können sich aber auf verschiedenen Ebenen lohnen. 

Gebunden und ungebunden: Säule 3a oder Säule 3b?!

Die private Altersvorsorge in Säule 3a ist an gewisse Bedingungen geknüpft. Dazu zählt beispielsweise, dass das Kapital – abgesehen von einigen Ausnahmen – bis fünf Jahre vor Erreichen des Renteneintrittsalters in Säule 3a verbleiben müssen. Ausserdem sind nur Vorsorgeversicherungen bei einer Versicherungseinrichtung oder Vorsorgevereinbarung mit einer Bankstiftung gemäss BVV 3 als Säule 3a Vorsorgeformen anerkannt. Vorsorgelösungen in Säule 3b unterliegen keinen konkrete Vorschriften, sondern sind höchstens an die individuellen Vertragsmodalitäten gebunden. 

1. Steuerliche Vorteile

Der Säule 3a (gebundene Vorsorge) Maximalbetrag liegt aktuell bei 6’883 Franken für Versicherte mit Pensionskasse und bei 34’416 Franken (bzw. maximal 20 % des Nettoeinkommens) für Selbstständige ohne Pensionskasse. Dieser Betrag darf vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. 

Auch in der komplett ungebundenen Vorsorge (Säule 3b) profitieren Sie evtl. von Steuervorteilen. So sind zum einen periodisch finanzierte, kapitalbildende Lebensversicherungen und Einmalprämien unter gewissen Bedingungen steuerbefreit. Zum anderen werden Säule 3b Rentenzahlungen lediglich zu 40 % besteuert. Säule 3a Renten hingegen unterliegen einer 100-prozentigen Besteuerung. 

2. Frühzeitig verfügbar

Säule 3a Kapital kann bereits fünf Jahre vor Eintritt ins ordentliche Rentenalter bezogen werden. Noch früher geht beim Umzug ins Ausland, der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit oder dem Kauf von selbstbewohntem Wohneigentum sowie der Rückzahlung einer Hypothek. Auch bei Invalidität und im Todesfall wird Säule 3a Kapital erstattet. 

Vorsicht: Zur gleichen Zeit erstattetes Pensionskassenguthaben wird mit dem Kapital aus Säule 3a addiert. Das Kapital muss komplett versteuert werden. Jedes einzelne Säule 3a Konto / Depot ist vollständig und auf einen Schlag aufzulösen. Wir empfehlen Ihnen daher, mehrere 3a Konten zu unterhalten und die Steuerlast durch eine gestaffelte Auszahlung zu minimieren. 

3. Eigenheimfinanzierung

Viele Schweizerinnen und Schweizer setzen aus guten Gründen auf Immobilien als Altersvorsorge. Pensionskassenguthaben darf zur Finanzierung von Wohneigentum verwendet werden. Rund 60 % aller Bürger*innen nutzen diese Möglichkeit. Schliesslich fordern Banken bei der Vergabe von Hypothekendarlehen eine Eigenkapitalquote von etwa 20 %. 

Wer frühzeitig in die Säule 3a einbezahlt hat, kann auch dieses Kapital zur Finanzierung des Eigenheims nutzen. Das Pensionskassenguthaben bleibt auf diese Weise unberührt – Vorsorgelücken wird vorbeugt. Im Alter bleibt so noch immer die (im besten Fall) volle Säule 2 Rente oder Kapitalauszahlung. 

4. Vorsorgelücken schliessen

Vorsorgelücken entstehen nicht nur durch den vorzeitigen Bezug von Altersguthaben, sondern auch durch fehlende Beitragsmonate oder Jahre sowie niedrige Beiträge. Das betrifft sehr häufig Frauen (oder Männer) in Elternzeit oder solche, die lediglich in Teilzeit arbeiten. Auch Selbstständige ohne Pensionskasse sind häufig betroffen. Eine private Altersvorsorge kann diese Vorsorgelücken schliessen und ist oftmals rentabler als der Einkauf in die Pensionskasse.

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